Kyeok Too Ki - 격투기


Kyeok Too Ki ist eine moderne Kampfkunst aus Korea.

Es wurde Anfang der 1970er-Jahre von Großmeister Sae-Kwon Yun (oder Yoon) (9. Dan, Hapkido) entwickelt und wird bis heute u.a. durch Großmeister Yeo (9. Dan, Kyeok Too Ki) ständig weiterentwickelt.

Traditionelle Kampfkünste und Kampfsportarten entwickelten sich in der Regel als eigenständige, in sich geschlossene Disziplinen und haben dadurch jeweils ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Die Grundidee des Kyeok Too Ki ist die Vorteile und positiven Aspekte dieser Kampfkünste zu übernehmen und die Nachteile zu eliminieren.

Kyeok Too Ki beinhaltet Fuß- und Schlagtechniken, Hebel- und Wurftechniken zur Selbstverteidigung, Yoga, Qigong Energie- und Atemübungen, Entspannungstraining und Meditation in Ruhe und Bewegung.
Es vereint somit essentielle Elemente traditioneller Kampfkünste bzw. Kampfsportarten wie z.B. Karate, Kick- / Thai-Boxen, Taekwondo, Judo, Hap-Ki-Do, Aikido u.v.m..
Fortgeschrittene Schüler des Kyeok Too Ki lernen darüber hinaus Techniken und Formen mit dem Langschwert (Katana), Lang- und Kurzstock, Speer, Dan Bong, Fächer (Tessen) und Messer. Einige Waffentechniken wurden dem chinesischen Wushu entlehnt.

Durch die Offenheit dieses Systems für andere Kampfkünste kann der Schüler des Kyeok Too Ki die Einschränkungen der einzelnen Disziplinen überwinden. Das Ziel ist die Förderung und der Erhalt von Gesundheit und körperlichem Wohlbefinden, die Ausbildung von Menschlichkeit, (Selbst-) Vertrauen und Lebensfreude.

Die Ideale dieses Systems schlagen sich auch in der Bedeutung der Namensbestandteile nieder:

  • "Kyeok" oder "Inkyeok" 인격 bedeutet "Menschlichkeit", "Geist und Willen gebrauchen",
  • "Too" steht für "Gerechtigkeit" und "fairen Kampf" und
  • "Ki" bedeutet "Technik" (Kurzform von Kisul), bezeichnet hier aber auch die Lebensenergie.

In der Kampfkunstschule Kuk Mu Kwan zu trainieren bedeutet nicht gegeneinander, sondern miteinander zu arbeiten. Das Training des Kyeok Too Ki beinhaltet nicht nur die Erlernung reiner Selbstverteidigungstechniken, sondern auch Yoga, Gymnastik, Qi Gong Energie- und Atemübungen, Entspannungstraining und Meditation in Ruhe und Bewegung sind wichtige Elemente. Damit ist Kyeok Too Ki auch Gesundheitstraining für jedes Alter.
Ki- (oder Chi-)Energien wirken besonders anschaulich beim Bruchtest und bei der Akupressur/-punktur: konzentrierte Energie bringt einerseits Holz und Stein zum Brechen, andererseits kann der Druck auf bestimmte Reizpunkte des menschlichen Körpers heilsam wirken. Die Techniken alleine heilen nicht, aber sie aktivieren das Herz und die innere Heilkraft, um den Heilungprozeß zu ermöglichen.

Der Schüler entwickelt duch das Training eine bessere Körperwahrnehmung und lernt damit auch, seinen Körper zu beherrschen. Standfestigkeit, den Mittelpunkt finden, ein gerader Blick und die verbesserte Koordination des ganzen Körpers sind das Resultat. Das Vertrauen zu sich selbst und seinen Bewegungen lässt schließlich den Schüler innere Harmonie finden und damit ist er offen gegenüber anderen Menschen, Gedanken und Kulturen.

Aufgrund der schnellen Erlernbarkeit und der Effektivität üben sich beispielsweise auch die südkoreanischen Militär- und Polizeieinheiten in dieser relativ jungen Kampfkunst.

Die "International Kyeok Too Ki Federation" mit Sitz in Seoul (Süd-Korea) wurde erst vor 40 Jahren von Urgroßmeister Sae Kwon Yun gegründet und zusammen mit Großmeister Hung Hyun Yeo weiterentwickelt.

Mehr dazu: Kyeok Too Ki bei Wikipedia





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